- Stephan
Klein, geboren 1956
- Nach
dem Abitur 1975 studierte ich in Frankfurt und Berlin Psychologie
und
Sozialpädagogik.
- 1981
schloss ich die Studien als Diplompädagoge ab.
- 1982-1985
war ich bei Dr. Arthur Janov in Paris in eigener Therapie und
in Ausbildung zum Primärtherapeuten und erhielt darüber ein Zertifikat
von ihm.
- Seit
1992 lebe und arbeite ich als freiberuflicher Primärtherapeut
in eigener Praxis in
Kirchzarten-Birkenhof.
- 1998
machte ich die Heilpraktikerprüfung und erwarb damit die Heilerlaubnis
auf
dem Gebiet der Psychotherapie in Deutschland.
- Zahlreiche
Weiterbildungen brachten mir verschiedene Methoden der humanistischen
Psychologie näher.
- Seit
1997 intensives Studium und Auseinandersetzung mit den Familienstellen
Bert
Hellingers.
Besuch von Weiterbildungen und
zahlreicher Fortbildungsseminare zur Aufstellungsarbeit.
Es
folgt ein Zeitungsartikel über mich und meine 3 Berufe aus
dem Jahre 2002.
Beruf
- Berufener - Berufung
Primärtherapeut
/ Aufstellungsleiter
Musiker
/ Musiklehrer
Musikclown
/ Klinik-Clown
Drei
Berufssparten, die ich in mir zusammenbringe. Jeder Beruf für sich
stellt auch ein Stück Berufung für mich dar.
Als
erstes der drei Felder tritt die Musik in mein Leben. Mit 7 Jahren
(2.Jahrsiebt) fange ich an Blockflöte, mit 10 Jahren Geige und mit
17 Jahren Bratsche zu spielen. Bratsche oder Viola ist schlichtweg
das Instrument, welches mit all seinen melancholischen Farben mir
aus tiefster Seele spricht. Doch auch meiner Freude kann die Bratsche
Ausdruck verleihen und Menschen vom Stuhl in die Beine, das heißt
in den Tanz locken. Dies zu tun, und Kindern das Spielen von Musik
zu eröffnen, macht mich zufrieden. Umso leichter fällt mir dies,
als ich damit seit 20 Jahren auch Teile meines Lebensunterhalt verdiene.
Im Alter von 20 Jahren mache ich erste Erfahrungen als Musiker und
Darsteller im Theater. Gleichzeitig beginne ich nach einem schweren
Unfall mit 21 Jahren (4. Jahrsiebt) nach mir selbst zu suchen. Dieser
Unfall ist das Schockerlebnis, welches es braucht, um mich aus meiner
damaligen “Umlaufbahn” zu bringen, so ist es jedenfalls Gurdjiefs
Sichtweise, und heute im Nachhinein auch die Meinige. Eigene Therapie
und Meditation sind für viele Jahre neben dem Studium von Psychologie,
Pädagogik und Musik von zentraler Bedeutung.
Mit 28 Jahren (5. Jahrsiebt) mache ich bei Arthur Janov (Der Urschrei)
in Paris Therapie und Ausbildung zum Primärtherapeuten. Gleichzeitig
studiere ich an einer Pariser Privatschule Bratsche. In dieser Zeit
häufe ich einen größeren Schuldenberg an. Mit Straßenmusik in den
Märkten von Paris kann ich jedoch auch unerwartet viel Geld verdienen.
Im Alter von fast 35 Jahren (6. Jahrsiebt) nehme ich nach fast 10
Jahren Kontakt mit Oshos Meditationen in Berlin schließlich Sannyas
in Poona. Mein Sannyas-Name ist für mich kein Ersatz für den Namen,
den mir meine Eltern gegeben haben. Kein Entweder/Oder, sondern
ein Sowohl/Als Auch. Ich glaubte nie daran, mit Sannyas meine Vergangenheit
hinter mir zu lassen.
Wenn überhaupt, so braucht es mehr dazu. So steht Stephan für Herkunft
und meine familiären Wurzeln, für meine Geschichte, Sajjano für
das Neue, was mir Osho auf meinen Weg gibt. Mit 35 Jahren (6. Jahrsiebt)
beginne ich in eigener Praxis primärtherapeutisch zu arbeiten.
Menschen in ihrem Schmerz zu begleiten, damit diese auch
wieder die Tür zur Lebensfreude finden, bereitet mir mitunter kurze
starke Glücksgefühle, auf die Dauer eine anstrengende und erfüllende
Aufgabe. Ich übernehme sie gern, weil ich es am eigenen Leibe erfahren
habe, dass die Tür zum verdrängten Leid und zur Lebensfreude eine
und dieselbe ist. Mit 42 Jahren (7. Jahrsiebt) gibt es bei mir eine
erstarkte Rückbesinnung auf meine Wurzeln und Herkunft. Unser Stammbaum
beginnt mich zu interessieren. Ich besuche Hellinger Seminare und
Fortbildungen. Seit 3 Jahren ist die Aufstellungsarbeit fruchtbare
Ergänzung meiner psychotherapeutischen Arbeit.
Ich mache die so genannte “kleine Heilpraktikerprüfung”, das heißt
auf dem Gebiet der Psychotherapie, um meiner psychotherapeutischen
Praxis eine legale Grundlage in Deutschland zu geben.
Mit 42 Jahren fange ich auch wieder an, zurück auf die Bühne zu
drängen. Mit 3 anderen Musikern gründe ich eine Klezmer-Band. Wir
spielen die Musik der osteuropäischen Juden mit all ihrer Tragik
und Lebensfreude. Gleichzeitig finde ich über eine Zeitungsanzeige
einen Clownskollegen, mit dem ich seit nunmehr 4 Jahren ein Clowns-Duo
bilde. Seit einem halben Jahr gehen wir als Klinik-Clowns in die
Kinderstationen der Freiburger Universitäts-Klinik. Unsere primäre
Absicht dabei ist zu spüren, was im Krankenzimmer los ist und dann
einen Kontakt mit den Kindern und manchmal auch mit den Eltern herzustellen.
Es ist also ein Clowns-Besuch, bei dem nicht unbedingt gelacht werden
muss. Uns geht es darum , die Kinder auf irgend eine Weise zu berühren.
Wenn z.B. ein Kind gerade todkrank ist, wäre es unangemessen und
unsensibel eine laute, komische Lachnummer darzubieten. Was auch
immer passiert im Krankenhaus, passiert aus dem Moment heraus.
Es ist die authentische Präsenz, worin wir momentan von professionellen
Klinik-Clowns geschult werden. Und hier bin ich beim gemeinsamen
Nenner von Therapie, Musik, Meditation, Clownerie und eigentlich
allen Lebensbereichen angekommen. Es geht um eine Präsenz, die in
der Therapie möglichst urteilsfrei zuhört, die in der Musik den
Tönen lauscht, in der Meditation uns still und leer werden lässt
und in der Clownsfigur staunend mit den Menschen ist, mit ihnen
spielt,
ohne sich hinter einer Maske zu verstecken.
Ich will nicht sagen, dass ich diese Ziele des Präsent-Seins für
mich erreicht hätte, doch suche und strebe ich in meinen Tätigkeiten
nach ihnen. Dankbar bin ich dafür, dass meine Berufe mir soviel
Raum und Gelegenheit dafür geben.
Genau dies lässt sie zu Berufungen werden.
Dankbar bin ich auch meinen 3 großen Lehrern Janov, Osho und Hellinger
neben den vielen Kleinen.
Was darf ich mit 49 Jahren (8. Jahrsiebt) noch Neues erwarten? Im
Moment bin ich 49 Jahre. Meine Vision ist, meinen 3 Berufen ein
gemeinsames Dach, d.h. Zuhause zu geben. Ein Platz, an dem meine,
aber auch viele, viele andere Seminare stattfinden werden. Nicht
nur Therapeutisches, auch Meditatives, Musisches, Clowneskes, Kreatives
im weitesten Sinne. Die Vision malt ein Seminarhaus bei Freiburg
mit großen Garten, in dem die Menschen, welche die Seminare besuchen,
auch wohnen können, um ein gemeinschaftliches Feld zu kreieren.
Dieses Feld sollte mit dem Samen von authentischer Präsenz, Achtsamkeit
und
Lebensfreude bestellt werden.
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